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Glasfaser für Werkshalle und Produktion.

EMV-immune Strecken, Trennung von Office- und Maschinen-Netz, redundante Anbindungen. Glasfaser für industrielle Umgebungen, in denen Kupfer nicht mehr reicht.

In der Werkshalle gelten andere Regeln als im Büro. Frequenzumrichter, Schweißanlagen und Robotik produzieren elektromagnetische Störfelder, die Kupfer-Verkabelung empfindlich treffen. Distanzen sprengen schnell die 100-Meter-Grenze, die Cat6 setzt. Und die Trennung zwischen Office-IT und Maschinen-OT ist nicht nur eine Best-Practice, sondern inzwischen Pflicht. Glasfaser löst das alles in einem Aufwasch: EMV-immun, beliebige Distanzen, sauber trennbar.

Was wir konkret machen

Trassen-Konzept für die Halle

Begehung mit Bauleitung und Steuerungs-Team, Trassen-Planung mit Rücksicht auf Maschinen-Layout, Brandlast-Vorgaben und spätere Erweiterungen.

OT/IT-Trennung

Maschinen-Netz und Office-Netz auf getrennten VLANs oder physisch getrennten Strecken, je nach Sicherheitsanforderung. Wir bauen die Architektur mit Ihrem IT-Sicherheits-Beauftragten.

Single-Mode oder Multi-Mode

Multi-Mode (OM3/OM4) für kurze Hallen-Strecken, Single-Mode für längere Strecken oder zukunftssichere Bandbreiten-Reserven. Wir entscheiden nach Distanz und Wachstumspfad.

Industrie-taugliche Komponenten

LSZH-Mantel (halogenfrei) als Standard. IP-geschützte Patchfelder in feuchten oder staubigen Bereichen. Bei Sonderanforderungen (Ex-Schutz, hohe Temperaturen) Spezialkabel.

Redundante Anbindungen

Zwei Strecken über getrennte Trassen, automatische Umschaltung bei Ausfall. Damit ein Bagger an der Halle keine Produktions-Unterbrechung auslöst.

Spleißen, Messen, Dokumentation

OTDR-Messung pro Strecke, Protokoll als PDF. Patchfeld-Belegung dokumentiert. Bei späteren Erweiterungen wissen alle, was wo angeschlossen ist.

Worauf wir reagieren

„Unser Kupfer-Netz hat ständig Aussetzer in der Halle."

Klassisches EMV-Symptom. Wir tauschen die störanfälligen Strecken gegen Glasfaser, behalten Kupfer für die letzten Meter zum Endgerät.

„Wir bauen eine neue Halle, was ist Standard?"

Steigschächte oder Trassen für Glasfaser einplanen, OT- und IT-Netze von Anfang an trennen, Bandbreiten-Reserve für die nächsten 10 Jahre. Wir kommen in der Bauphase dazu, das spart später Stemmen und Anpassen.

„Unsere Versicherung verlangt Trennung von Office und Produktion."

Der häufigste Auslöser für OT/IT-Refits. Wir bauen die getrennten Netze und dokumentieren die Trennung sauber. Sie haben ein Audit-fähiges Konzept in der Hand.

„Maschinen-Hersteller liefert mit Profinet, wir brauchen Anbindung."

Glasfaser bis zur Maschine, dann Switch mit Profinet-Modul oder Media-Konverter. Wir koordinieren die Schnittstelle mit dem Hersteller, damit beim Aufbau-Termin alles passt.

Was Sie davon haben

Robust gegen Störungen

Keine Aussetzer durch EMV, keine Brownouts wenn die Schweißanlage anläuft. Glasfaser ist nicht beeindruckt von dem, was Kupfer aus der Bahn wirft.

Distanz egal

Hallen mit 200m Spannweite, Verbindung zwischen Hallen, Anschluss zur Außenanlage. Glasfaser überbrückt das ohne Repeater, mit konstanter Latenz.

OT und IT sauber getrennt

Audit-fähige Architektur, die Versicherer und Datenschutz-Beauftragte nicken lassen. Kein Brückenkopf für Schadsoftware in die Produktion.

Bereit für die nächsten 20 Jahre

Glasfaser-Strecken laufen lange. Wenn die Bandbreite wächst, tauschen wir die Endgeräte, die Faser bleibt. Investition mit langer Laufzeit.

Häufige Fragen aus der Industrie

Warum Glasfaser in der Werkshalle? Kupfer reicht doch.

In der Office-Etage reicht Kupfer. In der Werkshalle haben Sie elektromagnetische Störungen aus Frequenzumrichtern, Schweißanlagen und großen Motoren. Glasfaser ist davon nicht betroffen, weil sie mit Licht statt mit Strom arbeitet. Außerdem überbrückt sie längere Distanzen ohne Repeater, was in Hallen mit 100m+ Spannweite Standard ist.

OT und IT trennen. Was heißt das konkret?

OT (Operational Technology) sind Ihre Maschinen-Steuerungen, SPS, Robotik. IT ist Office, ERP, Mail. Die beiden gehören physisch getrennt, weil ein OT-Ausfall die Produktion stoppt und IT-Schadsoftware (Ransomware) nicht in die Maschinen-Welt rüberlaufen darf. Wir bauen das mit zwei VLANs auf einer physischen Glasfaser-Strecke oder mit komplett getrennten Strecken, je nach Sicherheitsanforderung.

Wie ist das mit Single-Mode oder Multi-Mode?

Multi-Mode (OM3/OM4) für kurze Strecken in der Halle, Single-Mode für längere Strecken zwischen Hallen oder zur Außenanlage. Multi-Mode ist günstiger im Endgerät, Single-Mode zukunftssicherer bei Bandbreiten-Erweiterung. Wir entscheiden anhand der Distanzen.

Industrie-tauglich. Welche Schutzklassen, Brandlasten?

LSZH-Mantel (halogenfrei, geringe Rauchentwicklung) ist in geschlossenen Räumen Standard. In feuchten oder staubigen Bereichen greifen wir zu IP-geschützten Patchfeldern und Outdoor-fähigen Kabeln. Bei besonderen Anforderungen (Ex-Schutz, hohe Temperaturen) klären wir Spezialkabel mit dem Hersteller.

Können Sie auch Maschinen-Anbindung mit Profinet/EtherCAT?

Wir verlegen die Glasfaser-Strecke und das Patchpanel. Die Maschinen-Steuerung mit Profinet, EtherCAT, Modbus etc. ist Sache Ihres Steuerungs-Spezialisten oder des Maschinen-Herstellers. Wir koordinieren die Schnittstelle (welcher Port, welcher Switch-Typ, welches VLAN), bauen aber nicht in die Steuerung selbst rein.

Wir brauchen redundante Anbindungen für Produktions-IT.

Wir bauen zwei Glasfaser-Strecken über getrennte Trassen, im Idealfall verschiedene Hallen-Eingänge oder durch verschiedene Steigschächte. Switch-seitig per LACP oder Spanning-Tree für automatische Umschaltung. Bei Strecken-Ausfall läuft die Produktion weiter, der Switch merkt das.

Neubau, Erweiterung oder Refit?

Sagen Sie uns kurz, was geplant ist und in welchem Zeitfenster. Wir kommen vor Ort, sehen uns die Halle an und schlagen ein Konzept vor.